Wassergeburt: Vorteile, Risiken und was du wissen solltest...

Wassergeburt: Der sanfteste Weg dein Baby zu empfangen? 

Die Wassergeburt ist bei immer mehr Frauen beliebt und viele können sich zumindest vorstellen, die Badewanne während der Geburt mal auszuprobieren. 

Als Wassergeburt wird die Geburt bezeichnet, wenn die Gebärende die Austreibungsphase der Geburt in einem speziellen Gebärbecken, das mit warmem Wasser gefüllt ist, verbringt. Das Wasser wird auf eine angenehme Temperatur von etwa 36–37 Grad Celsius gehalten, um sowohl der Mutter als auch dem Baby optimale Bedingungen zu bieten.

Vorteile einer Wassergeburt

Natürliche Schmerzlinderung Das warme Wasser wirkt entspannend auf die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Dadurch empfinden viele Frauen die Wehen als weniger schmerzhaft. Studien zeigen, dass Frauen bei Wassergeburten oft weniger auf Schmerzmittel zurückgreifen.

Förderung der Entspannung Das Wasser schafft eine ruhige, geschützte Umgebung, die Stress und Anspannung reduziert. Diese Entspannung führt dazu, dass die Geburtshormone wie Oxytocin und Endorphine besser wirken können – was den Geburtsverlauf positiv beeinflusst.

Leichtere Beweglichkeit Im Wasser fühlt sich der Körper leichter an. Frauen können einfacher die Position wechseln, die für sie am angenehmsten ist, und profitieren von der Schwerkraft, ohne zusätzlichen Druck auf Gelenke oder Muskeln.

Schonender für den Damm Das Wasser macht das Gewebe weicher und elastischer, wodurch das Risiko für Dammverletzungen verringert wird. Auch die Hebamme kann das Gewebe im Wasser besser unterstützen.

Selbstbestimmte Geburt

Wassergeburten fördern das Gefühl der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Studien zeigen, dass Frauen, die eine Wassergeburt haben ein deutlich geringeres Risiko für Interventionen und gewaltvolle Eingriffe haben. Dammschnitte und Saugglocken sind unter Wasser eben nicht möglich. So traurig das klingen mag, aber das Wasser bildet sozusagen eine natürliche Barriere zwischen der Frau und dem medizinischen Personal, die für die Gebärende von Vorteil ist.

Gibt es auch Nachteile?

Wie bei allem im Leben gibt es auch hier Nachteile.

Die Schwerkraft

Eigentlich unterstützt die Schwerkraft dich ja bei deiner Geburt, zumindest, wenn du (wie empfohlen) aufrecht gebärst. Das ist im Wasser nicht oder nur bedingt gegeben. Außerdem können die Wehen im Wasser sanfter und unregelmäßiger sein. Man verzögert damit also ggf. die Geburt.

Der Übergang des Babys:

Manchmal kommt es vor, dass der Tauchreflex des Babys nicht ausgelöst wird. Dann könnte das Baby Wasser schlucken. Außerdem ist das Wasser nicht gerade der "natürlichste und erwartbarste" Geburtsort für dein Baby, schließlich ist es ein Landsäugetier...

Ist eine Wassergeburt was für dich?

Wahrscheinlich wirst du diese Frage erst beantworten können, wenn du es unter Geburt ausprobierst. Die einen Frauen empfinden es als super angenehm, während es für die anderen gar nichts ist.

Auf jeden Fall sind Wassergeburten aber eine gute Option für gesunde Frauen mit einer komplikationslosen Geburt. 

Wenn dir das Gebären in der Wanne sehr wichtig ist, solltest du im Vorfeld abklären, ob eine solche Geburt an deinem Geburtsort möglich ist. Bei einer Hausgeburt lässt sich eine entsprechende Wanne häufig mieten, Geburtshäuser verfügen i.d.R. über eine Wanne und auch in Krankenhäusern sind sie oft zu finden. Dennoch solltest du den Wunsch im Vorfeld explizit formulieren, sodass du in einen  entsprechenden Kreißsaal geschickt wirst. 

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